Die Idee

Das Projekt «Demokratie und Migration in Winterthur» will mithelfen, dass sich alle am Zusammenleben beteiligen, unabhängig vom Herkunftsland und Aufenthaltsstatus. Das ist wichtig für die direkte Demokratie. Je mehr Leute mitmachen und mitreden, desto besser ist das Zusammenleben in unserer Stadt.

Es gibt einen Unterschied zwischen der Stimmbeteiligung von Schweizerinnen und Schweizern mit Migrationshintergrund und Schweizerinnen und Schweizern ohne Migrationshintergrund. Man nennt den Unterschied Participation Gap. Bei den nationalen Wahlen im Jahre 2019 betrug er 17%. Dieses Phänomen des Participation Gaps trifft man überall auf der Welt an, nicht nur in der Schweiz.

Die direkte Demokratie ist für das Zusammenleben in der Schweiz sehr wichtig. Alle dürfen mitreden und ihre Meinung sagen. Dies gehört zu der Kultur des Zusammenlebens in der Schweiz. Abstimmen und Wählen dürfen nur diejenigen mit dem Schweizer Pass. Es gibt nicht nur Personenwahlen, sondern auch Abstimmungen über den Bau eines Schulhauses zum Beispiel. Wenn man nicht abstimmen darf, kann man sich trotzdem beteiligen. Man kann auch im Alltag mitreden, indem man zum Beispiel in einem Elternrat sich für die Schule und so auch für seine Kinder engagiert. Dies kann man auch ohne Schweizer Pass machen.

Wir, eine Gruppe von engagierten Winterthurerinnen und Winterthurern mit und ohne Migrationshintergrund, überlegen uns, was man tun könnte, damit der Participation Gap kleiner wird und alle ein gemeinsames Verständnis von Demokratie haben. Wir tun dies zusammen, alle reden und bestimmen mit. Erste Projekte sind bereits entstanden.

Interessierte können sich hier melden:
kontaktdemokratie-migration.ch

Das demokratische System hat so lange überdauert, weil der Kreis der Stimmberechtigten stets erweitert wurde.
Nadia PettanniceHistorikerin und Digital Marketing Spezialistin, Töss